Schreinermeister-Verband Baselland

Sympathische Macher mit «Swissness»

13.12.2010 - 01:43

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Sehr gut besuchte Herbstversammlung im Weiherschloss Bottmingen.
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Präsidialpremiere für René Hochuli.

Nachdem die im Frühjahr stattfindenden Generalversammlungen eher in einem geschäftsmässigen Rahmen durchgeführt werden, finden die Herbstversammlungen der Baselbieter Schreinermeister jeweils alle drei Jahre in einem eher festlichen Rahmen mit Begleitung statt. Sogar für musikalische Unterhaltung ist dann gesorgt und «das Tanzbein darf geschwungen werden», wie es in der Einladung in diesem Jahr hiess. Das bereits im adventlichen Lichterschmuck erstrahlende Weiherschloss Bottmingen bot natürlich einen besonders würdigen Rahmen. Vor dem geselligen Teil galt es dennoch, die Traktandenliste mit verschiedenen Verbandsgeschäften abzuarbeiten.

Weniger VSSM-Delegierte
Die neuen Statuten des schweizerischen Dachverbandes VSSM haben eine Verkleinerung der Delegiertenversammlung von 250 auf rund 150 Teilnehmer zur Folge. Bisher stellten die Baselbieter Schreinermeister acht Delegierte, inskünftig werden es nur noch vier bis fünf sein.
Der Vorstand unter dem neuen Präsidenten René Hochuli, der seine erste Versammlung übrigens mit Bravour leitete, wird die Delegierten jeweils aus seinen Reihen rekrutieren. Er beantragte deshalb, auf die formelle Wahl von Delegierten künftig zu verzichten. Die Versammlung war mit diesem Vorgehen einverstanden.

Vertragsloser Zustand führt zu Lohndumping
Die Gewerkschaft Unia hat den schweizerischen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) gekündigt. René Hochuli, der auch Mitglied der schweizerischen Verbandsleitung ist, orientierte deshalb seine Baselbieter Berufskollegen über den aktuellen Stand in dieser Sache: Der VSSM bemühe sich um eine vernünftige Lösung, zumal ein vertragsloser Zustand ab 1. Januar 2011 weder im Interesse der Arbeitnehmer noch der Arbeitgeber sein könne.
Markus Meier, Vizepräsident der Zentralen Paritätischen Kontrollstelle (ZPK), wies – neben seinen generellen Informationen und Zahlen zur Arbeit der ZPK im abgelaufenen Jahr – hinsichtlich GAV der Schreinerbranche darauf hin, dass bei einem vertragslosen Zustand natürlich auch die Allgemeinverbindlichkeit wegfalle. Das hiesse, dass im Entsendebereich – also im Fall von aus dem Ausland in die Schweiz entsandten Schreinern – verschiedene Bedingungen wie zum Beispiel Mindestlohn oder Arbeitszeiten so lange nicht mehr durchgesetzt werden könnten, bis wieder ein gültiger GAV und die entsprechende Allgemeinverbindlichkeit gälten. Ein vertragsloser Zustand öffne dementsprechend den Missbräuchen Tür und Tor, was keinesfalls im Interesse der schweizerischen Sozialpartner liegen dürfte.

Wir schaffen Lebensräume
Mit einer flächendeckenden Werbekampagne will der VSSM – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fernsehen und Röbi Kollers Sendung «Happy Day» – auf die Schreinerbranche aufmerksam machen. Das Zielpublikum sind potenzielle Lehrlinge, Endverbraucher und Bauherren.
Unter dem Motto «Wir schaffen Lebensräume» soll der Schreiner als ein vielfältiger, innovativer und individueller Macher dargestellt werden. Dabei steht natürlich «Swissness» im Vordergrund.

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