Schreinermeister-Verband Baselland

Schreiner spüren ausländische Konkurrenz

28.11.2005 - 08:00

Marcel W. Buess

V
Volle Konzentration am Schreiner-Stand der Berufsschau 2005.

Liestal - Kürzlich konnte Präsident Heinz Wahl eine stattliche Anzahl von Verbandsmitgliedern zur traditionellen Herbstversammlung im «Haus der Wirtschaft» in Liestal willkommen heissen. Nach zügiger Erledigung der ordentlichen Traktanden liessen sich die Baselbieter Schreinermeister vor allem über die Arbeit der Zentralen Paritätischen Kontrollstelle (ZPK) und über deren aktuelle Ergebnisse orientieren. Fazit: Die Schreiner spüren die ausländische Konkurrenz.

Jeweils im November treffen sich die Berufsverbände zu ihren ordentlichen Herbstversammlungen. Den Auftakt machten in diesem Jahr die Baselbieter Schreinermeister.

Geballte Ladung an Informationen
Präsident Heinz Wahl führte wie gewohnt speditiv durch die traktandierten Geschäfte. Neben der Abnahme der Jahresrechnung 2004/ 2005 der verbandseigenen Familienausgleichskasse und einer Statutenänderung zur Wahl der Rechnungsrevisoren stand vor allem eine geballte Ladung von aktuellen Informationen auf dem Programm.

So über das neue Baselbieter Familienzulagengesetz, das am 25. September in einer Volksabstimmung angenommen wurde und das am 1. Januar 2006 in Kraft tritt. Das neue Gesetz bringt im Besonderen einen solidarischeren Lastenausgleich, indem zum Beispiel auch die öffentlichen Verwaltungen künftig in das Ausgleichsverfahren einbezogen werden.

Erfolgreiche Berufsschau
Innerhalb des Vorstandes koordinierte Käthi Baader-Freivogel den Verbandsauftritt an der Prattler Berufsschau. Im Rückblick auf die soeben durchgeführte fünfte Auflage zog die Referentin eine positive Bilanz. Die Präsentation des Schreiner-Berufes sei auf ein grosses Interesse gestossen und von den Jugendlichen sehr rege frequentiert worden. Käthi Baader dankte allen beteiligten Verbandskollegen sehr herzlich, die mit ihrem unermüdlichen Engagement vor und während der Berufsschau zum guten Gelingen massgeblich beigetragen haben.

Über 2300 Mann-Monate
Seit 1. Juni 2004 ist das Entsendegesetz in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt bis Ende Oktober 2005 wurden im Baselbieter Ausbaugewerbe 4326 Meldungen von entsandten ausländischen Arbeitnehmern sowie Selbstsändigerwerbenden ohne Arbeitnehmer eingereicht. Die insgesamt registrierten Manntage in diesem Zeitraum entsprechen über 2300 Mann-Monaten. Markus Meier, Vizepräsident der Zentralen Paritätischen Kontrollstelle (ZPK), wies darauf hin, dass von den 816 erfassten ausländischen Arbeitgebern rund ein Viertel auf das Schreinergewerbe entfällt. Die Branche verzeichnet damit den grössten Anteil von ausländischen Mitbewerbern.

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