30.06.2010 - 02:53
Die ordentliche Generalversammlung des Schreinermeister-Verbandes Baselland stand im Zeichen des bereits im vergangenen Jahr angekündigten Wechsels an der Verbandsspitze. So hielt Heinz Wahl zum letzten Mal einen präsidialen Jahresrückblick.
Das Krisenjahr 2009 brachte den Baselbieter Schreinereien eine gute Auslastung. «Die Preise konnten gehalten werden, wenn auch nicht unbedingt auf hohem Niveau», hielt Heinz Wahl in seinem Jahresbericht fest. Trotz dieser erfreulichen Geschäftsentwicklung stellte Wahl kritisch fest: «Auf dem Arbeitsmarkt sind gute Schreiner nach wie vor Mangelware. Einerseits gibt es immer häufiger Garagenschreiner, die zu günstigen Konditionen arbeiten, weil sie ihre Fixkosten tief halten können. Andererseits sind vermehrt Unternehmungen aus dem nahen Ausland bei uns anzutreffen.» Im Falle der ausländischen Mitbewerber sei vor allem störend, dass sich diese nicht immer an die gesetzlichen Mindestbestimmungen halten würden. Wahl forderte die Behörden auf, mit Nachdruck für gleich lange Spiesse zu sorgen, wie das im Entsendegesetz auch vorgesehen ist.
Hochuli neuer Präsident
Heinz Wahl gehörte dem Schreinermeister-Vorstand während insgesamt 22 Jahren an. In diesen vielen Jahren wirkte er als Obmann der überbetrieblichen Kurse. 1999 wurde er zum Verbandskapitän gewählt. Als Höhepunkte seiner Präsidialzeit sind zweifellos das 100-Jahr-Jubiläum und die Einrichtung des CNC-Bearbeitungszentrums im ÜK-Lokal zu nennen. Die Versammlung würdigte die grossen Verdienste von Heinz Wahl mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Die Nachfolge tritt der bisherige Vizepräsident René Hochuli an, welcher dem Vorstand seit 2000 angehört und die Baselbieter seither auch im Zentralvorstand des schweizerischen Dachverbandes vertritt.
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