Schreinermeister-Verband Baselland

Berufliche Nachwuchsförderung auf allen Ebenen

17.06.2004 - 08:00

Thomas Gysin

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Engagierte Diskussionen und klare Entscheide an der GV der Schreinermeister.

Liestal - Die Zusammenarbeit bei den überbetrieblichen Kursen mit dem Stadtbasler Verband, die Projektierung eines Montageraums und die erste überregionale Sektionsmeisterschaft im Schreinerberuf waren wichtige Marksteine des Ver-bandsjahres 2003 der Baselbieter Schreinermeister. Diese Themen beherrschten denn auch die GV, die von Präsident Heinz Wahl routiniert moderiert wurde.

Die Stadtbasler Schreinerlehrlinge besuchen in Zukunft die überbetrieblichen Kurse im Ausbildungszentrum des Schreinermeister-Verbandes Baselland. Die Schreinermeisterverbände Basel-Stadt und Baselland haben darüber eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Damit können Synergien ausgeschöpft und der Auslastungsgrad der Räumlichkeiten und Einrichtungen optimiert werden.

155'000 Franken für Montageraum
Gemäss neuem Reglement müssen künftig Montagekurse durchgeführt werden. Zu diesem Zweck soll der im EK-Lokal bestehende Lagerraum in einen Montageraum mit fünf einzelnen Arbeitskojen umgestaltet werden. Vorgesehen sind Kurse für folgende Montagearbeiten: Rahmentüre, Futtertüre, Fenster, Sims- und Sturzbrett, Schränke, Täfer und Isolier-Arbeiten sowie allgemeine Montagetechniken. Die Generalversammlung stimmte dem Investitionsantrag von über 155'000 Franken einstimmig zu. Der Montageraum wird voraussichtlich ab August 2004 zur Verfügung stehen.

Erste interkantonale Sektionsmeisterschaft
Heisse Wettkampfstimmung Anfang April im Ausbildungszentrum der überbetrieblichen Kurse im Liestaler Schild-Areal: Der Schreinermeister-Verband Baselland führte unter der Leitung von Vorstandsmitglied Käthi Baader erstmals eine Sektionsmeisterschaft der Kantone Baselland und Basel-Stadt durch.

Die beiden Bestplatzierten jeder Sektion qualifizieren sich für die Schweizermeisterschaft, an der dann wiederum die Selektion der Teilnehmenden an der nächsten Berufs-Weltmeisterschaft erfolgt. Mit einer kleinen Fotoshow konnte den GV-Teilnehmenden die Wettkampfstimmung hautnah vermittelt werden.

Allgemeinverbindlicher GAV nötig
Markus Meier, Vizedirektor Wirtschaftskammer Baselland, wies auf die seit langem bewährte Tradition der Sozialpartnerschaft hin. Diese erhält im Zusammenhang mit dem auf den 1. Juni 2004 in Kraft getretenen Entsendegesetz eine neue Bedeutung. Nur wenn ein allgemeinverbindlich erklärter GAV besteht  und die Sozialpartner gut zusammenarbeiten, kann das neue Gesetz wirkungsvoll durchgesetzt werden.

Nach aktuellem Stand werden die Vertragsparteien des Schreinereigewerbes den Schweizerischen Gesamtarbeitsvertrag und dessen Allgemeinverbindlicherklärung opfern. Meier gab jedoch seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Sozialpartner in diesen wichtigen Fragen über die Bücher gehen und allenfalls zu einer Einigung über die Fortführung eines bewährten GAV kommen.


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